6L6 Stereo-Verstärker (2009-2010)


Röhrenbestückung 6L6, 6L6, ECC83
Betriebsarten Chinch (2x), 3.5mm Klinkenbuchse
Sonstiges Getrennte Lautstärkeregelung (rechter/linker Kanal)
Schaltplan-Download  Verstärker


Hier ist er, mein erster Röhrenverstärker:

Röhrenverstärker 6L6 Amp
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Und so fing alles an...
Ein Kollege meinte zu mir: "Ein Röhrenverstärker, das wäre doch mal was für dich". Ja, aber die Zeit. Und die Kosten. Woher soll ich das Chassis nehmen?
Er sagte, Chassis, Abdeckkappen für die Trafos, Drehknöpfe aus Messing, das alles wäre kein Problem und er könnte es mir herstellen. Auch zwei 6L6 und einen Netztrafo aus einer Musiktruhe hatte er übrig. Ich war natürlich sofort begeistert und nahm das Angebot an. Er bohrte und lackierte das Chassis, ein anderer Bekannter machte die Seitenteile fertig, und dann packte er alles in eine Kiste und schickte sie mir.
Die Ausgangsübertrager besorgte er günstig und schickte sie auch mit.

In der Zwischenzeit hatte ich mich um die Elektronik gekümmert, diverse Kleinteile besorgt und alles vorbereitet.

So kam das Chassis dann hier an, die Unterseite war noch leer:



Die Seitenteile sind Mahagoni-gebeizt und mit Zaponlack lackiert.
Dass der Netztrafo extra gekühlt ist, liegt daran, dass er vorher in einem anderen Verstärker in Verwendung war. Der brauchte mit seinen 8 Röhren so viel Strom, dass der Trafo extrem heiß wurde. Bei meinem Verstärker ist die zusätzliche Kühlung nicht nötig und der Lüfter abgeklemmt.

Ich machte mich daran, die Elektronik zusammenzubauen. Am Anfang sah es noch übersichtlich aus:



Hier ist es fertig verdrahtet. Man beachte auch die beiden 820 µF Kondensatoren für die Spannungsglättung.

 
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Die Endkontrolle kam zu dem Ergebnis:
Die Kathodenwiderstände der ECC waren mit 1 kΩ zu niedrig gewählt. So waren sie zwar in der ursprünglichen Schaltung vorgesehen, aber es verzerrte. Getauscht gegen 2,2 kΩ - läuft.
Aufgrund der nicht so gut passenden Übertrager AÜ15 (nicht für Anodenstrom-Vorbelastung geeignet) kam unterhalb von 100 Hz nicht viel. Leider sind die passenden AÜs (A10) sehr teuer und nicht gut zu bekommen.

Mit angeschlossener Gegenkopplung hat er doch einiges an Bass zu bieten. Nachdem die Heizung einseitig auf Masse gelegt war, war sämtlicher Brumm verschwunden.





So sieht der Verstärker im Dunkeln aus.



Dies ist mein bisher schönstes Projekt gewesen, einen ganz herzlichen Dank an alle Beteiligten!