Nach einer solchen Waschaktion müssen alle beweglichen Teile geölt werden.
Dann wurden sämtliche
Teerkondensatoren und Elkos getauscht. Der Selengleichrichter war auch
hinüber, und wurde durch eine Diode 1N4007 + Widerstand 180 Ohm/5
Watt ersetzt. Die Spannungen stimmen haargenau wenn man 180 Ohm
verwendet.
Durch den Ersatz des Selengleichrichters durch die Siliziumdiode ergibt
sich ein Problem: die Leerlaufspannung (in der Anheizphase der
Röhren) steigt auf ca. 380 Volt. Handelsübliche
350-Volt-Elkos konnten also nicht eingebaut werden. Für zwei
450-Volt-Elkos war unter dem Chassis gerade so Platz.
Der Widerstand ist zur besseren Wärmeableitung am Chassis montiert.
Nach diesen Arbeiten hatte das Gerät auf UKW einigermaßen
brauchbaren Empfang, auf LW, MW und KW war nur Krachen und Brummen zu
hören. Die EF85 stellte sich als Fehlerursache heraus, sie war
übrigens die einzige Röhre in dem Gerät, die nicht von
Telefunken stammte. Nach Ersetzen von ECH42 und EF85 spielen auch diese Wellenbereiche
gut.
Das Magische Auge EM11 zeigte überhaupt keine Reaktion, auch hier
war die Ursache schnell gefunden. Die beiden Widerstände für
die Anodenspannung waren hochohmig geworden, der 500-Kiloohm-Widerstand
war völlig unterbrochen.
So sieht das Chassis von unten aus: