Telefunken Operette 52W (1951/52)



Röhrenbestückung ECH42, EAA91, EF85, EBF15, EF11, EM11, EL11
Betriebsarten UKW, MW, KW, LW, TA
Sonstiges Klangregelung, KW-Lupe
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Das Telefunken Operette 52W habe ich stark verstaubt erhalten. Es war wohl die letzten 57 Jahre nicht geöffnet worden. Bis auf den Staub war alles wie "ab Werk".

Nachher:

röhrenradio radio tube telefunken operette 52w

Vorher:

Telefunken Operette W52 Röhrenradio

Das Chassis habe ich komplett gewaschen, mit Staubsauger und Pinsel hatte man keine Chance...

Vorher:



...und nachher:



Nach einer solchen Waschaktion müssen alle beweglichen Teile geölt werden.

Dann wurden sämtliche Teerkondensatoren und Elkos getauscht. Der Selengleichrichter war auch hinüber, und wurde durch eine Diode 1N4007 + Widerstand 180 Ohm/5 Watt ersetzt. Die Spannungen stimmen haargenau wenn man 180 Ohm verwendet.
Durch den Ersatz des Selengleichrichters durch die Siliziumdiode ergibt sich ein Problem: die Leerlaufspannung (in der Anheizphase der Röhren) steigt auf ca. 380 Volt. Handelsübliche 350-Volt-Elkos konnten also nicht eingebaut werden. Für zwei 450-Volt-Elkos war unter dem Chassis gerade so Platz.

Der Widerstand ist zur besseren Wärmeableitung am Chassis montiert.


Nach diesen Arbeiten hatte das Gerät auf UKW einigermaßen brauchbaren Empfang, auf LW, MW und KW war nur Krachen und Brummen zu hören. Die EF85 stellte sich als Fehlerursache heraus, sie war übrigens die einzige Röhre in dem Gerät, die nicht von Telefunken stammte. Nach Ersetzen von ECH42 und EF85 spielen auch diese Wellenbereiche gut.
Das Magische Auge EM11 zeigte überhaupt keine Reaktion, auch hier war die Ursache schnell gefunden. Die beiden Widerstände für die Anodenspannung waren hochohmig geworden, der 500-Kiloohm-Widerstand war völlig unterbrochen.

So sieht das Chassis von unten aus:



Innenansicht: